Urlaub in Zeiten des Coronavirus – Darauf sollte man achten

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Was ist ein Risikogebiet?

Ein Risikogebiet ist ein Land oder eine Region, die durch das Gesundheitsministerium als gefährdeten Ort eingestuft wird. Dies wird nach zwei Kriterien bewertet. Als Erstes wird danach geschaut, welches Gebiet in der letzten Woche mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner hat. Im zweiten Schritt wird anhand qualitativer Kriterien ermittelt, ob Gebiete, die nominell unter dem festgelegten Grenzwert liegen, noch einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind.

 

Darf ich in einem Land Urlaub machen, wo eine Reisewarnung gegeben wurde?

Obwohl die meisten europäischen Länder ihre Reisewarnung bereits aufgehoben haben, gibt es bis zu 160 Länder weltweit, die bis Ende August 2020 eine Reisewarnung ausgeben haben. Es ist, lediglich nur eine Warnung und kein Reiseverbot. Der einzige Nachteil daran ist, dass Sie selber die Konsequenzen tragen müssen, da sie in ein Gebiet mit Reisewarnung eingereist sind. Darunter zählen Krankheitskosten oder eine Auslandsversicherung. Ebenso kann man mit einer zweiwöchigen Quarantäne vom Gesundheitsamt rechnen.

 

Muss ich meinem Chef mitteilen, wo ich meinen Urlaub mache?

Grob gesagt müssen sie ihrem Chef nicht mitteilen, wohin sie reisen. Ihr Urlaubsziel ist Ihr persönliches Ziel. Allerdings wenn sie vom Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten wegen einer eventuellen Infektion oder einer zweiwöchigen Quarantäne eine Reisewarnung erhalten haben, hat Ihr Arbeitgeber einer recht dies zu Erfahren. Dann geht es nicht mehr um Ihr persönliches Empfinden, sondern um das Ihrer Kollegen und Kolleginnen. Wenn sie aus einem Risikogebiet zurückkehren, kann es passieren, dass Sie vom Gesundheitsamt nicht in Quarantäne geschickt werden. Das Ministerium gibt nicht überall Reisewarnung für alle gefährlichen Gebiete aus. Allerdings, wenn sie in Quarantäne geschickt werden, wird Ihr Arbeitgeber umgehend informiert, dass sie in einem gefährlichen Gebiet Urlaub gemacht haben.

 

Kann mein Arbeitgeber mir verbieten, in einem Risikogebiet Urlaub zu machen?

Ihr Urlaubsziel ist ihr persönliches Anliegen und hat an sich nichts mit Ihrem Arbeitgeber zu tun. Es kann aber zu kleinen Problemen bei der Rückkehr aus dem Urlaub kommen. Es kann aufgrund einer Quarantäne oder einer COVID-19 Infektion zu einem Ausfall am Arbeitsplatzes führen.

 

Ist es dem Arbeitgeber erstattet, das Gehalt nicht zu bezahlen, weil man in Quarantäne ist?

Dies hängt davon ab, ob Sie alle Arbeitsleistungen bereitstellen können. Wenn Sie von zu Hause arbeiten können, sollte es keine Schwierigkeiten mit Ihrem Lohn geben. Dies sollte ebenso gelten, wenn Ihr Arbeitgeber nicht möchte, dass Sie zu Hause arbeiten. Sie bieten Ihre Arbeit an, wenn der Arbeitgeber es nicht ausnutzen möchte, ist er selber Schuld. Wenn Sie einen Job haben, wo Heimarbeit grundsätzlich nicht möglich ist, könnten Probleme auftreten. Wenn es aufgrund einer verpflichteten Quarantäne nicht möglich ist zur Arbeit zu gehen, haben Sie einen Anspruch auf eine Entschädigung. Diese Forderung wird nur berücksichtigt, wenn das Gesundheitsamt eine Quarantäne angeordnet. Wenn Sie jedoch (zum Beispiel Seemann, der aus einem Risikogebiet kommt) freiwillig in Quarantäne gehen, ohne das das Gesundheitsamt dies Angeordnet hat, haben sie keinen Anspruch auf Entschädigung.

 

FFP2 Maske kaufen – Optimale gegen das Coronavirus schützen

Gerade im Zug oder Flugzeug sitzt man wirklich auch engstem Raum und da ist es wichtig eine Maske zu tragen, denn die Abstandsregeln sind oft kaum einzuhalten. Normale Stoffemasken oder OP-Masken bieten hier aber kaum einen Eigenschutz, da die Umgebungsluft nicht gefiltert wird. Daher ist es ratsam eine FFP2 Maske kaufen zu gehen, wenn man wirklich einen Schutz gegen das Coronavirus haben möchte. FFP2 Masken filtern die Umgebungsluft im Vergleich zu Stoffmasken.

 

Kann der Arbeitgeber eine Quarantäne erzwingen?

Nein darf er nicht, dies dürfen nur die Behörden. Aber er darf Ihnen verbieten, dass Sie das Unternehmen betreten, weil sie womöglich ein Risiko für ihn und Ihre Kollegen sind. Ob er dazu berechtigt ist, hängt davon ab, ob das Unternehmen oder Ihr Arbeitsvertrag entsprechende Bestimmungen enthält. Wenn das nicht der Fall ist, kann der Arbeitgeber Ihnen nur verbieten zur Arbeit zu kommen, wenn er solide Beweise dafür vorlegen kann, dass sie einem Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Wenn, sie zum Beispiel Symptome aufzeigen wie Fieber.

 

Was passiert, wenn ich im Urlaub positiv auf Corona getestet werde?

Falls man im Urlaub positiv auf Covid-19 getestet wird, entscheiden die Behörden des jeweiligen Landes, was die weiteren Maßnahmen sind. Wie in Deutschland kann man zu zwei Wochen Quarantäne verschrieben kommen. Die muss auf jeden Fall befolgt werden. Es ist so gut wie unmöglich, in dieser Zeit zurückzukehren. In diesem Fall kann man mit Absprache des Reisebüros die Rückreise umbuchen. Art und Umfang hängt von den Behörden vor Ort und den jeweiligen Umständen in der Region ab.

 

Worauf muss man beim Reisen ins Ausland alles achten?

Seit dem 3. Juni sind für viele europäische Gebiete die Reisewarnungen aufgehoben. Allerdings muss man immer damit rechnen, dass ein bestimmtes Gebiet ein Risikogebiet sein könnte. Touristen sollten sich immer auf der Seite des Auswärtigen Amts über mögliche Reisewarnungen informieren und diese auch berücksichtigen. Die Liste mit Gebieten mit höherer Gefahr wird ständig aktualisiert. Ab dem 1. Oktober gilt für alle Gebiete wo eine erhöhte Gefahr ist eine Reisewarnung.

 

Was muss man beachten, wenn man durch Deutschland reist?

Jedes Bundesland hat andere Strafen und Regeln, in manchen Bundesländern sind die Strafen etwas höher und in anderen eben etwas geringer. Aufgrund vieler Neuinfektionen kann es passieren, dass einzelne Bundesländer in kleinere Lockdowns zurückkehren müssen. Bund und Länder haben am 26. Juni entschieden, dass Reisende aus den von Katastrophen betroffenen Gebieten nur dann nach Deutschland reisen dürfen, wenn sie einen negativen SARS-Cov-2-Test aufweisen. Am besten sollte man sich vor dem Buchen bereits über die jeweiligen Verhaltensregeln informieren.

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