5 und 1 Anzeichen dafür, dass dein Coach sein Geld nicht wert ist

Die Coaching-Kultur breitet sich in der heutigen Zeit schlimmer aus als jedes Grippe-Virus. Vielleicht, weil es dagegen keine Impfung gibt? Oder aber weil sich jeder so nennen darf? Denn “Coach” ist kein geschützter Begriff. Es gibt deutschlandweit keinen übergreifenden Berufsverband und man kann sich zudem auch nicht zum Coach ausbilden lassen. Es gibt also keine bestimmten Qualitätsstandards für Personen, die sich so nennen. Das bedeutet, dass wirklich jeder Coach werden kann, getreu dem Motto: „Wer nichts wird, wird nicht Wirt, sondern Coach.“

Coach ja oder nein?

Es gibt eine Vielzahl an sogenannten Coaches. Karrierecoaches, Lifestyle-Coaches, Beziehungscoaches, Jobcoaches etc. Weil viele dieser Coaches mittlerweile auch gemerkt haben, dass bereits das Wort “Coach” für rollende Augen sorgt, nennen sich diese dann: Bewerbungstrainer, Vertriebstrainer usw. Aber letzten Endes haben wir es hier mit der gleichen Sorte Coach zu tun, auch wenn die “Berufsbeschreibung” nun auf das eigentliche Wort verzichtet. 

Bevor man jetzt allerdings alle Coaches mit Mistgabeln und Fackeln aus dem Land jagt, sollte man in sich gehen und sich fragen, ob es nicht doch ein paar unter ihnen gibt, die vielleicht tatsächlich was können und einem auch wirklich helfen können?

Will man sich Konfliktfähigkeit antrainieren oder besser mit seinem Liebeskummer klarkommen, so kann ein guter und kompetenter Coach sicher etwas bewirken, aber dafür müssen einige Bedingungen erfüllt werden. Um die schmierigen Coaches von den guten zu unterscheiden, haben wir im Folgenden eine Liste zusammengestellt, die dabei hilft, miese Abzocker zu identifizieren, um sie idealerweise zu feuern.

5 und 1 Anzeichen dafür, dass dein Coach sein Geld nicht wert ist

Ein Coaching ist in erster Linie immer mit einem finanziellen Aufwand verbunden und dieser ist häufig nicht unerheblich. Wenn man also schon viel Geld in einen Coach, einen Workshop, ein Webinar oder eine Schulung investiert, so will man auch etwas davon haben und im Optimalfall danach auch wirklich seine Probleme gelöst bekommen. Doch man kann bereits sehr schnell merken, ob man es mit einem kompetenten und auch verständnisvollen Menschen zu tun hat oder doch nach jemand neuem suchen sollte. An folgenden Punkten erkennst du, dass dein Coach nicht zu dir passt!

Er kann nicht mit Kritik umgehen & akzeptiert auch kein Nein

Vielleicht sagte dir dein Coach zu Beginn, dass ihr gemeinsam an deinem Problem arbeiten werdet und er deine Bedürfnisse und auch deine Grenzen und Meinungen annehmen wird? Vielleicht erinnerte er dich auch daran, dass du Kritik zulassen musst, denn nur durch Kritik kannst du wachsen und aus deiner Komfortzone kommen? Aber du stellst sehr schnell fest, dass diese Regeln nur für dich gelten und er weder offen für deine Vorschläge noch für deine Kritik ist? Ganz im Gegenteil, er gibt dir in diesen Momenten sogar noch das Gefühl, dass du keine Ahnung hast? Sollte das der Fall sein, renne schnell weg, denn ein Mensch, der seine Meinung immer für die einzig Richtige hält, ist alles nur kein guter Coach.

Er ist dir intellektuell nicht gewachsen

Natürlich muss dein Coach keinen Doktortitel oder zahlreiche Bücher veröffentlicht haben. Es gibt sehr viele Menschen, die auf ihrem Gebiet herausragend sind und nicht einmal einen Schulabschluss haben, aber eine gewisse Intelligenz darfst du verlangen. Und wenn du merkst, dass du deinem Coach intellektuell oder auch fachlich voraus bist, dann kannst du gleich deine Sachen packen und gehen. Hier wirst du nicht das bekommen, was du wirklich brauchst.

Er redet zu viel oder nur über sich

Ein wenig privater Austausch ist wichtig. Du willst ja auch ein Vertrauensverhältnis zu deinem Coach aufbauen. Wenn es allerdings ständig nur um ihn geht, dir die gesamte Lebensgeschichte von A bis Z erzählt wird oder sogar noch intime Geheimnisse anvertraut werden, so ist Flucht angesagt. Eine professionelle Distanz ist immer angesagt und am Ende sollte es in erster Linie um dich und deine Bedürfnisse gehen.

Er hört (nur) gut zu

Gutes Zuhören ist eine Erfolgseigenschaft für einen Coach, doch wenn sonst nichts kommt, so ist es nicht besonders hilfreich. Aktives Zuhören kann dazu führen, dass man wichtiges von unwichtigem unterscheiden kann, aber wenn jemand dabei nur nett nickt und sonst weder seine Meinung noch seine Erfahrungen teilt oder weitergibt und auch sonst keine konkreten Vorschläge macht, so hat das nichts mit einem Coaching zu tun. Diesen Job kann auch ein Kuscheltier erfüllen, was deutlich weniger Geld kostet.

Du erzielst keine Fortschritte

Ein Coaching ist kein Patentrezept gegen deine Probleme und alles benötigt Zeit, aber nach einer Weile solltest du eine gewisse Veränderung an dir bemerken, selbst wenn sie noch so klein ist. Sollte das nicht zutreffen oder sollten sich deine Probleme sogar noch verschlimmert haben, so kannst du dir sicher sein, dass du nicht in guten Händen bist. Eine Umorientierung ist hierbei besser.

Fans und Follower sind wichtiger

Es gibt mittlerweile einige Coaches, deren Namen durch die Medien geistern und die unzählige Follower auf den sozialen Plattformen haben. Dagegen spricht zunächst nichts. Es kann sogar echte Kompetenz bedeuten. Doch wenn du merkst, dass dein Coach sich immer wieder mit Erfolgsgeschichten brüstet und dir erzählt, wen er alles kennt und wer ihn alles kennt, ist Vorsicht geboten. Liegt der Fokus mehr auf einem positiven Feedback als auf deinen Problemen und auf der Hilfestellung, wird hier vielleicht mehr nach Fans und Followern gesucht und nicht nach neuen Klienten.

Fazit:

Es gibt sicher noch einige Gründe mehr, die darauf hinweisen, dass dein Coach nicht die richtigen Menschen für dich sind. Werden Grenzen überschritten, gerade auch körperliche oder verbale, so solltest du sofort auf Distanz gehen. Es ist zudem ratsam, dass du dich im Vorfeld auch erkundigst, welche fachlichen Qualifikationen der Coach wirklich mitbringen. Zudem ist es auch wichtig, in Erfahrung zu bringen, welche Spezialisierung wirklich da ist. Jemand, der von allem eine Ahnung zu haben scheint, hat in den meisten Fällen nämlich gar keine. Am Ende sollte sich alles stimmig für dich anfühlen und dich auch in deiner Entwicklung weiterbringen. 

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