Verdampferköpfe selbst wickeln, ist kein Hexenwerk

Verdampferkopf E-Zigarette

Für Einsteiger im Dampfen der E-Zigarette ist das Selbstwickeln zunächst nichts. Aber selbst Dampf-Experten haben mal klein angefangen. Selbstwickler wissen genau, dass es kaum eine andere Möglichkeit gibt, um auf die Entfaltung des Geschmacks und auf die Dampfentwicklung Einfluss zu nehmen, als wenn du einen selbst gewickelten Verdampferkopf hast.

Dampfen ja oder nein?

Zunächst sollte grundsätzlich erwähnt werden, dass das Dampfen nicht gesundheitsfördernd ist. Wenn du also noch gar nicht angefangen hast, solltest du es dir noch mal gut überlegen, ob du das wirklich willst oder es nur tun willst, weil so viele um dich herum bereits angefangen haben. Triff deine Entscheidung individuell und lass dich nicht beeinflussen. Wenn du dich dafür entschieden hast und dich nun etwas näher mit dem Selbstwickeln beschäftigen willst, bist du hier genau richtig. 

Was spricht fürs Selbstwickeln?

Das Selbstwickeln ist nicht zwingend notwendig. Es gibt genügend Fertigcoil-Verdampfer. Wenn du mit diesen absolut zufrieden bist, so ist Selbstwickeln etwas, was du nicht erlernen musst. 

Willst du allerdings etwas Neues ausprobieren, so ist das Selbstwickeln zwar mit einigen Herausforderungen verbunden, aber es lohnt sich.

Die Vorteile des Selbstwickelns liegen auf der Hand:

Es ist individuell:

Du entscheidest, welchen Draht du in welcher Stärke für deine Wicklungen verwendest und auch wie viele Windungen du deiner Spule schenkst. Damit kannst du auch die Dampfentwicklung und die Geschmacksintensität beeinflussen. Du kannst also alles ganz nach deinen Wünschen und Vorlieben gestalten.

Es ist umweltfreundlich:

Selbstwickeln produziert weniger Abfallstoffe. Das ist selbstverständlich besser für die Umwelt, da weniger Müll entsteht.

Du sparst Geld:

Du brauchst lediglich zwei Komponenten für deinen selbst gewickelten Coil: ein Stück Draht und das passende Dochtmaterial. Der Preis dafür liegt im Cent-Bereich. Das macht das Selbstwickeln deutlich günstiger, als wenn du ständig neue und gebrauchsfertige Verdampferköpfe kaufen musst.

Du hast lange was davon:

Aller Anfang ist schwer. Aber wenn du den richtigen Dreh raus hast und auch einige Erfahrungen sammelst, kann dein selbst gewickelter Verdampferkopf auch lange halten. In der Regel halten sie sogar länger als Fertigcoils. Du musst lediglich immer mal wieder den Docht austauschen, da du die Spule häufig mehrfach verwenden kannst.

Was du brauchst, um deinen eigenen Verdampferkopf selbst zu wickeln

Bevor du loslegst, brauchst du zunächst ein paar Utensilien. Neben Werkzeug und ein wenig Zubehör solltest du für deinen ersten Versuch etwas Zeit mitbringen und eine ruhige Hand. Darüber hinaus brauchst du in erster Linie einen geeigneten Selbstwickelverdampfer. Dieser soll im späteren Verlauf mit deinen eigenen Wicklungen ausgestattet werden. 

Hast du dich für einen passenden Verdampfer entschieden, benötigst du noch das Zubehör für den Coil. Dazu zählen:

Material für den Docht

Der Docht ist das Trägermaterial, welches das Liquid zur Heizwendel leitet. Dort kann es verdampfen. Dafür gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, aber die meisten Selbstwickler entscheiden sich tatsächlich für Watte. Diese ist besonders leicht in der Handhabung. Dabei ist es egal, ob du dich für handelsübliche Watte aus dem Supermarkt entscheidest oder zu einem besonders teuren Produkt greifst. Die Watte sollte lediglich nicht gebleicht sein und auch nicht mit Duftstoffen versehen sein.

Wickeldraht

Den meisten Einfluss auf das Dampferlebnis hast du durch die Heizspule. Welchen Draht du in welcher Stärke verwendest und wie viele Windungen du dann über deine Spule legst, entscheidet darüber, wie hoch der Widerstand der Heizwedel ausfällt und auch wie viel Verdampfungsfläche du am Ende bekommst.

Zur Orientierung für dich
  • Dicke Drähte brauchen länger, um heiß zu werden. Sie brauchen also mehr Leistung, damit das Liquid erhitzt wird und verdampft. 
  • Je dicker der Draht, umso größer die Oberfläche. Es kann also mehr Liquid auf einmal verdampfen. 
  • Wenn der Draht wenig Widerstand hat, umso mehr Windungen muss die Spule haben, damit sie einen gewissen Widerstand bekommt. 
  • Erhält die Heizspule viele Windungen, benötigst du mehr Draht und du erhältst somit auch mehr Verdampfungsfläche.

Werkzeug

Es gibt spezielles Werkzeug für Selbstwickler. Ob du dieses wirklich brauchst, musst du individuell entscheiden. Du kannst dir dein Zubehör auch selbst zusammenstellen. Aber tatsächlich macht spezielles Werkzeug es für den Anfang leichter.

Verdampfer selbst wickeln - Schritt für Schritt Anleitung

Jetzt kannst du mit dem Wickeln beginnen. 

  • Schritt:  Draht aussuchen

Suche dir dafür einen Draht aus, der eine gute Stärke hat. Du solltest mit ihm 6-10 Wicklungen wickeln können. So gehst du auf Nummer sicher, dass du deinen gewünschten Widerstand bekommst. 

  • Schritt: Heizspule anfertigen

Hast du den Draht zurechtgeschnitten, kannst du ihn nun um eine ca. 2 mm dicke Wickelhilfe wickeln.

  • Schritt: Drahtenden platzieren

Im nächsten Schritt solltest du das Basisdeck deines Selbstverdampfers freilegen. Dann platzierst du die Drahtenden deiner Spule in die Bohrungen. Ein Ende am Pluspol und eins am Minuspol. Anschließend fixierst du alles mit kleinen Schrauben. Wenn Drahtenden überstehen, kannst du diese einfach abschneiden. 

  • Schritt: Heizwendel glühen lassen

Damit Rückständen von unterschiedlichen Substanzen, die bei der Herstellung des Wickeldrahtes eingesetzt werden, restlos entfernt werden, solltest du nun die Heizwendel für einige Augenblicke ausglühen. Somit kannst du auch gleich nachprüfen, ob deine Wicklung auch gleichmäßig glüht. 

  • Schritt: Watte 

Zum Schluss schneidest du etwas Watte zurecht. Diese sollte einen Durchmesser haben, der deiner Wicklung entspricht. Danach fädelst du sie in deine Spule. An beiden Enden sollte die Watte überstehen. 

  • Schritt: Watte zuschneiden

Im letzten Schritt musst du die Watte, die übersteht, kürzen. Kürze sie aber nur so weit, dass du die Enden noch passend und gut in die Löcher zum Liquidkanal des Selbstwickel-Tankverdampfers unterbringen kannst. 

Jetzt hast du deinen eigenen Verdampferkopf gewickelt. Gebe jetzt etwas Liquid auf die Watte und zwar so viel, dass sie sich gut vollsaugen kann und dann kannst du mit dem Dampfen loslegen. 

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