Smarthome und Einbruchsicherung

Die Statistiken der letzten Jahre zeigen deutlich einen Anstieg der Wohnungseinbrüche in der Bundesrepublik. Dabei trifft dies nicht nur die Hausbesitzer. Auch Mieter bangen um ihr Hab und Gut. Neben dem eigentlichen Verlust der Wertsachen leiden die Betroffenen meist noch Jahre nach einem Einbruch an dem Trauma.

Dabei kann gerade heutzutage, dank innovativer Techniken, ein guter Einbruchsschutz ermöglicht werden. Ein Smarthome überzeugt durch vernetzte Geräte, die die Türen und Fenster absichern und mögliche Einbrecher abschrecken, noch bevor diese einen Einbruchsversuch wagen. Wird ein Alarm ausgelöst, wird dieser zudem über eine breite Vernetzung allen angeschlossenen Bewohnern mitgeteilt. Gerade wenn diese sich selbst nicht in den eigenen vier Wänden befinden.

Eine smarte Art die Tür zu sichern

Die Haustür ist der eigentliche Zugang zum Haus oder zur Wohnung. Dementsprechend sollte dieser auch besonders gesichert sein, denn nicht gerade selten wird beim Hinausgehen vergessen, diese abzuschließen. Für die Fälle, an denen das vergessen wird, bietet das Smarthome diverse Möglichkeiten, sich hiergegen abzusichern. So lassen sich Türen beispielsweise per Smartphone-App prüfen und nachträglich abschließen. Zudem verfügen manche Anlagen ebenfalls über „intelligente“ Türschlösser, die sich selbstständig verriegeln, wenn dies vergessen wurde.Damit verhindert eine Absicherung der Haustür bereits rund 10 Prozent der in Deutschland verübten Einbrüche. Laut dem Einbruchreport des GDV ist die Eingangstür zu diesem Prozentsatz der Punkt, an dem ein Einbrecher das Haus oder die Wohnung betritt. Fenster und Fenstertüren liegen dabei signifikant höher und sollten dementsprechend umfangreicher gesichert werden.

Möglichkeiten, die Einbruchssicherung für Fenster zu verbessern

Studien zeigen, dass gerade die Fenster und Fenstertüren mit über 40-prozentiger Wahrscheinlichkeit der Punkt sind, an dem sich ein Einbrecher den Weg in das Heim bahnt. Neben mechanischen Sicherungen wie abschließbaren Fenstergriffen oder Aufhebelsperren können in einem Smart-Home noch andere intelligente Mittel genutzt werden, um einen Einbruch zu verhindern. Denn ein Einbrecher, der länger als drei Minuten benötigt, um sich Zugang zu verschaffen, wird sein Glück meist woanders versuchen.

Hier gibt es drei Möglichkeiten, wie Sie sich gegen das Eindringen über das Fenster absichern können.

Bewegungssensoren

Es gibt hier spezielle Näherungs- und Bewegungssensoren, die über das System oder eine App einen Alarm geben, sobald sich jemand dem Fenster nähert oder versucht es aufzubrechen. So kann schnell die Polizei verständigt werden, um den Einbrecher dingfest zu machen.

Fensterkontakte

Gerade wer ein Haus oder eine Wohnung im Erdgeschoss hat, sollte möglichst auf Fensterkontakte setzten. Diese informieren Sie zum einen, falls Sie vergessen haben die Fenster beim Verlassen der Wohnung zu schließen und zum anderen alarmieren diese Sie, wenn ein Fenster geöffnet wird. Selbes gilt für ein etwaiges Aushebeln der Terrassentür.

Glasbruchmelder

Diese stehen meist in zwei Varianten zur Verfügung. Entweder verfügt dieser über ein Mikrofon, das einen Glasbruch registriert, oder aus einem Sensor, der Erschütterungen wahrnimmt. Zudem gibt es Kombinationen aus beiden, was eine besonders zuverlässige Methode in der Prävention darstellt.

Mehr Schutz durch Kameras und Bewegungssensoren

Kameras

Besonders mit den sogenannten IP-Kameras lassen sich Bilder aus dem Haus direkt am Smartphone von unterwegs aus prüfen. So sehen Sie direkt, was vor Ort geschieht und können dementsprechend reagieren. Dabei ist vor einem Kauf einer Kamera wichtig, was für ein Anspruch diese erfüllen soll. Ist sie für die Überwachung eines größeren Areals gedacht oder „nur“ für den Bereich vor der Haustür? Ebenso wichtig ist, ob die Kamera auch in der Nacht ein gutes Bild liefern soll oder lediglich über Tag genutzt wird.

Entscheidend hierbei ist ebenfalls die Auflösung der gewählten Kamera, also wie qualitativ hochwertig das Aufgenommene letztendlich präsentiert wird. Je besser bedeutet hier natürlich besser Kontrolle. Jedoch hat das auch seinen Preis.

Bewegungsmelder

Bewegungsmelder nutzen ein Wärmebild, um Personen zu erkennen. So wird ein möglicher Eindringling frühzeitig an seiner Temperatur erkannt und das smarte System meldet dies. Die optimale Kombination besteht hier natürlich aus Bewegungssensoren mit Kameras. Nicht nur lässt sich so ein bestimmter Raum bestmöglich abdecken, sondern kann auch bei Meldung des Bewegungssensors sofort ein entsprechendes Bild dazu geliefert werden.

Weiter smarte Innovationen für die eignen vier Wände

Neben den bereits genannten, lassen sich noch weitere Details in das Einbruchsschutzsystem des eigenen Heims integrieren. So kann beispielsweise mit einer automatischen Steuerung Licht ein- und ausgeschaltet werden, damit der Eindruck erweckt wird, jemand wäre zu Hause.

Zudem lassen sich so auch Rollläden separat oder auf Wunsch über die App steuern, um etwaigen Einbrechern zu suggerieren, dass sich jemand in der Wohnung oder im Haus befindet. Dementsprechend komplex wird es, wenn zudem noch Stereoanlagen genutzt oder Küchengeräte automatisiert einschalten. Hierzu sind jedoch nicht immer teure Smarthome-Systeme nötig. Schon einfache Funksteckdosen oder Zeitschaltuhren erfüllen diese Aufgaben mit Bravour.

Einbruchsicherung kann jeder

Ob Sie nun viel Geld in die Hand nehmen oder erst einmal klein beginnen möchten; wichtig ist so bald als möglich mit einem Schutz der eigenen vier Wände zu beginnen. Mehr als ein Drittel der Einbruchsversuche scheitern an den Sicherheitsmaßnahmen, die an Haustüren oder Fenstern angebracht sind.

1 Comment

  1. Ich danke Ihnen für den interessanten Beitrag. Im Bereich Smart Home gibt es immer wieder neue Innovationen. Das macht die ganze Sache spannend.

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