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Regenwald schützen durch bewusstes Einkaufen

Oftmals macht man sich beim Kauf eines neuen Möbelstücks keine Gedanken darüber, woher es eigentlich stammt. Lediglich der Preis und die Qualität sind die Faktoren, nach denen die meisten Menschen ihre Kaufentscheidung treffen. Viele Endverbraucher würden ihre Kaufentscheidung jedoch überdenke, wenn sie sich der kompletten Faktenlage bewusst wären. Denn in sehr vielen Fällen stammt das Holz von Möbeldiscountern aus Regenwäldern.
Der günstige Preis ist wahrscheinlich der größte Faktor, warum Tropenholzmöbel noch immer den Einzug in deutsche Wohnungen finden. Mit der deutschen Politik der Nachhaltigkeit hat dies jedoch leider nicht allzu viel gemein. Denn der Preis, den man für die günstigen Möbel zahlt, wiegt sich nicht in Geld auf. Illegal geschlagenes Tropenholz und unterbezahlte Arbeitskräfte ermöglichen nämlich überhaupt erst, dass die Möbel zu diesen geringen Preisen angeboten werden können.

Natürlich teilen nicht nur die herkömmlichen Möbel wie Tisch, Stühle und Sofas diese Herkunft. Auch Türen, Fensterrahmen und Fußböden kommen aus Regionen, in denen bis zu 90% des geschlagenen Holzes illegal gewonnen wird. Wenn Sie das nächste Mal Möbel einkaufen, seien Sie sich also bewusst, dass Sie mit Ihrem Kaufverhalten einen indirekten Einfluss auf diese Situation haben. Treffen Sie Ihre Entscheidung bewusst.

Illegal geschlagenes Holz gibt sich nicht leicht zu erkennen

Wie genau erkennt man eigentlich Tropenholz? Diese Frage ist leider nicht leicht zu beantworten. In der Wissenschaft hat man herausgefunden, dass Holz einen genetischen Fingerabdruck besitzt. Mithilfe dessen lässt sich die Herkunft des Holzes relativ genau auf eine Region begrenzen. Der Zoll könnte diese Daten verwenden um importiertes Holz zu überprüfen.

Natürlich gibt es dafür leider eine Kehrseite. Denn dieses Verfahren ist für die Praxis zu aufwendig. Man hat einfach nicht die Kapazitäten, alle einzuführenden Hölzer auf diese Art und Weise zu überprüfen. Außerdem ist das Archiv der Holzarten, mit denen man abgleicht, noch nicht vollständig. Deshalb greift man auf stichprobenartige Prüfungsverfahren zurück. Leider kann man deshalb nicht zu hundert Prozent sagen, aus welchem Land welches Holz stammt. Damit sind illegalen Importen leider immer noch Tür und Tor geöffnet. Die Reputation der ehrlichen Holzlieferanten wird damit dann leider auch in Mitleidenschaft gezogen. Diese haben es dann am Markt schwieriger, und die negativen Erfahrungsberichte über illegale Importe schaden der ganzen Branche.

Sie können sich also nicht darauf verlassen, dass alle Waren in den Möbelhäusern aus illegalem Holzschlag stammt. Sie müssen also auf andere Methoden zurückgreifen. Die angegebenen Bezeichnungen können oftmals Rückschluss geben. Angaben wie „Plantagenholz“, „Echtholz“, „Edelholz“ oder „Hartholz“ sind oftmals Indikatoren dafür, dass die Möbel aus Tropenholz gefertigt wurden.
Das Problem des Greenwashing

Wir deutschen sind sehr oft darauf bedacht die Umwelt zu schonen. Natürlich haben dies auch die Marketingabteilungen großer Unternehmen erkannt. Worte wie „nachhaltig“ oder „selektiver Holzschlag“ appellieren an unseren Willen eine bewusste Kaufentscheidungen zu treffen, sind jedoch meistens nicht mehr als Worthülsen, die von Unternehmen benutzt werden um uns zum Kaufen anzuregen. Auch die unzähligen Siegel, die es mittlerweile gibt, sind oftmals nur ein Erzeugnis von Marketingkampagnen. Mittlerweile gibt es so viele davon, dass es sogar Experten schwerfällt, einen Überblick zu behalten. Fallen Sie also nicht auf die Marketingtricks herein, die viele Unternehmen benutzen um Sie zu täuschen.

Wie kann man also den Regenwald schützen?
Da es leider keine einhundertprozentige Sicherheit gibt, wie das Tropenholz gewonnen wurde, ist oftmals ratsam auf einheimische Baumarten zurückzugreifen. Robinie, Kiefer, Eiche oder Lärche sind ein paar Beispiele, die den Tropenhölzern oft in nichts nachstehen. Unsere Empfehlung ist daher: Kaufen Sie am Besten bei einem Anbieter, der keine Tropenhölzer verwendet.

Hoffentlich haben wir einen kleinen Beitrag dazu geleistet, das Bewusstsein für das Thema Tropenholz zu schärfen. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

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