Gesundheit

Im Dschungel der Gesundheitsratgeber

Die Gesundheit ist ein kostbares Gut, was sich besonders dann bemerkbar macht, wenn kleine Zipperlein oder ernste Beschwerden auftauchen. Viele Menschen scheuen jedoch den Weg in die Arztpraxis, was nicht nur an der Praxisgebühr liegt. Der Gedanke, kleine Beschwerden auch in Eigenregie kurieren zu können, trägt ebenso dazu bei, wie die Angst vor dem Arzt oder die Weigerung, einer vermeintlich schlimmen Wahrheit ins Gesicht sehen zu wollen. Was aber, wenn die gesundheitlichen Beschwerden das Allgemeinbefinden zunehmend beeinträchtigen und altbekannte Hausmittelchen nicht helfen? Einen Ausweg aus dieser verzwickten Lage versprechen Gesundheitsratgeber. Von ihnen gibt es mittlerweile allerdings so viele, dass es schier unmöglich erscheint, den passenden herauszusuchen. Alle, die nun nicht planlos nach dem erstbesten Ratgeber greifen wollen, müssen nicht verzweifeln. Es gibt einige Kriterien, anhand derer sich ein guter und objektiver Gesundheitsratgeber erkennen lässt.

Was ein guter Gesundheitsratgeber bietet

Ein guter Gesundheitsratgeber hat informativen Charakter und ist übersichtlich strukturiert.
Ein ausführliches Inhaltsverzeichnis, verständlich gegliederte Kapitel und ein umfangreiches Register am Ende zeichnen einen guten Ratgeber aus. Ideal ist es, wenn der Gesundheitsratgeber zudem die relevanten Themengebiete wie „Symptome“, „Diagnose“, „Behandlung“, „Prophylaxe“ oder „Medikamente“ so zusammenfasst, dass zeitraubendes Suchen entfällt. Hilfreich ist außerdem ein Anhang, in dem auf weiterführende Informationen oder interessante Anlaufstellen hingewiesen wird.

Der beste Gesundheitsratgeber hilft nicht viel, wenn er unverständlich formuliert ist. Sind die Seiten mit allzu viel Fachchinesisch gespickt, erscheint das auf den ersten Blick zwar beeindruckend, die Übersetzung für den Laien sollte allerdings dennoch daneben stehen. Getreu dem Motto „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“ helfen natürlich auch Diagramme und übersichtliche Schautafeln, einen Bezug zum Thema herzustellen und erleichtern das Verständnis.

Ebenso wichtig wie der Aufbau des Gesundheitsratgebers ist der vorherrschende Stil. Wird kompetent erklärt und aufgeklärt? Oder der Ratsuchende stattdessen mit oberflächlichen Informationen abgespeist? Ein seriöser Gesundheitsratgeber beleuchtet alle Themen möglichst objektiv und frei von jeglichem Dogmatismus. Aufgeführte Heil- und Therapieformen werden gleichberechtigt nebeneinander dargestellt, damit sich der Leser selbst die von ihm bevorzugte Methode heraussuchen kann. Ein glaubwürdiger Gesundheitsratgeber erhebt zudem nicht den Anspruch, allwissend zu sein. Selbst gestandene Mediziner müssen angesichts der sich ständig ändernden Erkenntnisse immer wieder umdenken und dazulernen.

Mit Vorsicht zu genießen

So vielfältig wie die bevorzugten Therapieformen verschiedener Ärzte sind, so unterschiedlich ist auch der Tenor der diversen Gesundheitsratgeber. Altbewährte Tipps aus der Hausapotheke sind ebenso zu finden, wie spirituell angehauchte Praktiken. Die Alarmglocken dürfen getrost schrillen, sobald bestimmte Vorgehensweisen in den Himmel gelobt – wohingegen andere verteufelt werden. Besonders im Bereich der alternativen Heilmethoden gibt es bedauerlicherweise kaum einen goldenen Mittelweg und so heißt es hier meist: ganz oder gar nicht. Die einen sind davon absolut überzeugt, die anderen halten es für pure Scharlatanerie. Wer jedoch auf Gesundheitsratgeber trifft, in denen für die Behandlung ernsthafter Beschwerden und Erkrankungen lediglich Homöopathie vorgesehen ist, während die Schulmedizin völlig vernachlässigt wird, sollte vorsichtig werden.

Wachsamkeit ist auch geboten, wenn die im Gesundheitsratgeber präsentierten Informationen nur zum Anfüttern dienen, die wichtigen Informationen oder tatsächliche Hilfe aber erst nach Konsultation bestimmter Internetadressen erhältlich sind. Fällt dann noch auf, dass die Seiten immer wieder mit kostenpflichtigen Angeboten gespickt sind, hinter denen nicht zuletzt der Verfasser selbst steckt, darf die Objektivität des Ratgebers angezweifelt werden.

Zu guter Letzt

Selbst der beste Gesundheitsratgeber kann keinen Arzt ersetzen! Als schnelle Orientierungshilfe ist der Ratgeber hervorragend geeignet. Bessern sich die Beschwerden jedoch nicht oder verschlimmern sich gar noch, ist kompetente Hilfe vom Facharzt unerlässlich – der Gesundheit zuliebe.

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